Ursprünge der Familie Oeri
Frühe Namensspuren
Der genealogische Zusammenhang der ersten Oeri in Zürich ist kaum herzustellen. Leute namens Oeri, Oehri, Oree oder Oery – der Name ist derselbe, die Schreibweise verschieden – gab es schon sehr früh im Vorarlberg, Liechtenstein und besonders auch in Walenstadt.
Erste Zürcher Linie
In Zürich ist das Ratsgeschlecht der Oeri erstmals im 14. Jh. erwähnt. Der erste gesicherte Vorfahre in Zürich war Ulrich Oeri, gest. 1356, Weber-Zunftmeister.
Mindestens dreizehn Generationen lang lebten die Oeri’schen Familien in Zürich. Beruflich betätigten sie sich als Gewerbetreibende und Kaufleute (Tuch- und Stoffgeschäft), im Bausektor und Verwaltungswesen (Schreiber, «des Rates», Statthalter), ferner als Goldschmiede, Schuhmacher, Schreiner, Nadler, Maler, Gürtler und Küfer. Ab dem 17. Jh. stösst man auch auf Mediziner und Theologen.
Übergang zur Basler Linie
Im 19. Jahrhundert erlosch das Oeri-Geschlecht in Zürich, da die einzigen männlichen Nachkommen der Familie – Johann Jakob Oeri-Burckhardt (1817–1897), der Begründer der Basler Linie, und Daniel Oeri (1818–1889, ohne Nachkommen) – als Waisenkinder bei ihrer Tante Susanna Maria Burckhardt-Schorndorff unterkamen.
Johann Jakob Oeri-Burckhardt wirkte ab 1843 als Pfarrer in Lausen BL während 53 Jahren. Verheiratet mit Maria Louise, der Schwester des Kunsthistorikers Jakob Burckhardt, erwarb er 1849 das Basler Bürgerrecht, behielt aber gleichzeitig dasjenige von Zürich bei. Seither lauten die Heimatorte der Oeri: Zürich und Basel.
Die Mehrheit der Oeri in Zürich besass das Zunftrecht zu «Zimmerleuten» oder «Meisen», gelegentlich auch zu «Saffran», «Waag», «Widder» oder «Schneidern».
Zunftscheibe zu „«Zimmerleuten»
Die Zürcher Linie
Öffentliche Ämter
Anthon Oeri
Eine grosse Zahl unserer Vorfahren mit dem Namen Oeri haben öffentliche Ämter bekleidet. Sie waren als Mitglied des Kleinen Rats in Zürich, als Richter und Schultheiss (Präsident des Stadtgerichts in Zürich) tätig. Richterliche Funktionen übten sie auch als Amtmann bzw. Landvogt in Baden, Embrach, Knonau, Winterthur, Wädenswil, als Obervogt in Andelfinden, Bülach, Küsnacht, Männedorf, Meilen, Ossingen, Rümlang, Wollishofen und gar als Reichsvogt in Zürich aus. Als Landschreiber waren sie in Kyburg und Winterthur tätig. In den Zünften, v.a. Meisen, Saffran, Waag und Zimmerleuten engagierten sie sich auch als Zunftmeister und Zwölfer.
Als Gesandte der Stadt reisten sie an verschiedene Tagsatzungen sowie an den Reichstag in Nürnberg.
Künstler
Hans Peter Oeri
Peter Oeri (geb. zw. 1380 u. 1390, gest. 1422) war ein Goldschmied und ist der älteste uns bekannte Künstler der Familie. Ihm folgten mindestens neun weitere, darunter Hans Peter Oeri (1637-1692). Ihm gelang die Verarbeitung von mehreren Metallen in ein Stück. Daneben ist Bildhauer Hans Ulrich Oeri-Koller/Fäsi (1567-1631) zu erwähnen, der u.a. die Stuckaturarbeiten in der Predigerkirche (1610-1614) leitete, viele Arbeiten in Holz ausführte sowie Skizzen und Zeichnungen für Goldschmiedearbeiten fertigte. Auch sein jüngerer Bruder Friedrich Oeri-von Birch/Burkhard (1568-1646) wurde Bildhauer und Tischmacher. Der Kunstmaler Johann/Hans Jakob Oeri (1782-1868) erwarb in Paris an der Académie des Beaux Arts und bei Jacques-Louis David Techniken der Portraitierung und Historienmalerei. Zurück in Zürich erreichte ihn ein Ruf nach Moskau, wo er allerdings sein Glück nur bis zum Überfall der französischen Armee unter Napoleon fand. Verarmt kehrte er 1817 nach Zürich zurück, wo er ein gefragter Porträt- und Historienmaler wurde.
Handwerker und Kaufleute
Bei den Handwerkern sind allerlei Berufe der Textilbranche (Weber, Färber, Schneider, Tuchhändler) sowie der Holz- oder Metallverarbeitung (Zimmermann, Tischmacher, Küfer, Nadler, Gürtler) zu finden. Nicht wenige Oeris haben ihren Lebensunterhalt als Kaufleute verdient.
Hans Jakob Oeri (1690–1758) war ein erfolgreicher Kaufmann und Seidenfabrikant.
Im Dienste der Kirche
Schon vor der Reformation amtete Hans Oeri (gest. um 1523) als Leutpriester und Feldprediger, seine Schwester Klementina Oeri wurde Ordensfrau im Dominikanerkloster Ötenbach.
Nach der Reformation war Hans Jakob Oeri-Brunner/Hug/Usteri (1685-1767) der erste Oeri, der den offiziellen Titel der Zürcher Geistlichen V.D.M. (= Verbi Divini Minister «Diener am Göttlichen Wort») tragen durfte. Er dankte 1754 als Pfarrer in Dällikon zu Gunsten seines Sohnes Hans Konrad Oeri (1719-1778) ab. Diesem gereichte zum Nachteil, dass er keine Frau und keine Kinder hatte, die das soziale Leben in der Pfarrei hätten bereichern können. Hans Georg Oeri (1716-1799) war von 1775 bis 1799 Pfarrer am Fraumünster in Zürich. Mit den beiden Hans Jakob Oeri (1724-1790 und 1759-1829), Vater und Sohn, die beide als Pfarrer in Wil tätig waren, endet die Zürcher Pfarrlinie. Der Sohn von Hans Jakob Oeri-Schinz/Schorndorff (1759-1829), Johann Jakob Oeri-Burckhardt (1817-1897), war 53 Jahre lang Pfarrer in Lausen; er begründete 1849 mit dem Erwerb des Bürgerrechts die Basler Linie.
- Alfred DOBLER, Spurensuche – 700 Jahre Familie Oeri, Basel 2010
- Emil USTERI, Zur Geschichte der Oeri von Zürich und Basel, Teil I und II, Separatdruck aus dem Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 1978, bzw. 1979, Zürich 1977 und 1978
Die Basler Linie
Nach der nachgenannten nächsten Generation erlosch das Geschlecht der Oeri in Zürich: Der Kunstmaler Johann Jakob Oeri (1782–1868) blieb ledig und hatte keine Nachkommen. Seinen Brüdern wurden Töchter geschenkt – oder sie blieben kinderlos.
Hans Jakob Oeri (1759–1829) von Zürich, Pfarrer in Wil bei Rafz, war verheiratet mit Maria Magdalena Schorndorff von Basel (1780–1830), Tochter des Daniel Schorndorff (1750–1817), Ratsherr und Deputat in Basel, und der Maria Magdalena Iselin (1760–1832). Die Pfarrersleute hatten zwei Knaben, nämlich Johann Jakob Oeri-Burckhardt (1817–1897), der Begründer der Basler Linie, und Daniel Oeri (1818–1889), ohne Nachkommen. Nach dem frühen Tod der Eltern wurden die verwaisten Brüder im Haus ihres Onkels Jakob und ihrer Tante Susanna Maria Burckhardt-Schorndorff in Basel aufgenommen.
Das Familienwappen
Oerisches Familienwappen: In Gold, ein schwarzer Balken, begleitet von drei dunklen Köpfen.
Die meisten überlieferten Wappen bilden drei Köpfe mit dunkler Hautfarbe, silberner Kopfbinde und goldenem Hintergrund ab. Es gibt aber auch Wappenscheiben, in denen die drei Köpfe hell sind.
Bedeutung der drei dunklen Köpfe im Familienwappen
Frühe Siegel
Die ersten überlieferten Siegel der Familie Oeri zeigen noch nicht das spätere Wappen mit den drei dunklen Köpfen. Auf Urkunden von 1413 und 1422 finden sich zwei verschiedene Siegel von Peter Oeri. Das erste, von seinem Vater übernommene und 1413 abgebildete, zeigt ein Kreuz mit einem heraldisch unten links platzierten Balken. Ein späteres Siegel von 1422 bildet jedoch ein Kreuz ab, aus dem eine Art Baum mit Früchten herauswächst. Das uns heute bekannte Wappen mit den drei dunklen Köpfen fand erstmals unter Oeris Söhnen Felix (gest. 1478) und Johannes (gest. 1489) Verwendung.
Entstehung des Wappens
Die Brüder Felix und Johannes Oeri legten sich in der Mitte des 15. Jh. drei dunkelhäutige Köpfe als persönliches Zeichen zu, welches sich in der Folge zum Oeri-Familienwappen verfestigte. Die silberne Kopfbinde flattert im Laufe der Jahrhunderte mal nach links, mal nach rechts oder gar in beide Richtungen zugleich. Bereits unsere Vorfahren forschten nach einer Erklärung für die drei Köpfe mit dunkler Haut in unserem Familienwappen – eine eindeutige Erklärung hat bis heute niemand liefern können. Es gibt verschiedene Theorien zur Herkunft:
Mögliche Bedeutungen
Hl. Mauritius: Haben Felix und Johannes Oeri die drei dunkelhäutigen Köpfe zu Ehren des Heiligen Mauritius in seiner Funktion als Schutzpatron der Färber, Tuchweber, Wäscher und anderer Handwerker wie Schuhmacher, welche Umgang mit dunklen Farben haben, aufgenommen? Die Oeris hatten im 14. Jh. mit Stoffen und Leder zu tun. Gegen diese These spricht allerdings, dass auf dem Wappen drei Köpfe abgebildet sind.
Kontakt mit Arabern oder Nordwestafrikanern: Eher unwahrscheinlich erscheint auch die These, wonach es Kontakte oder Episoden zwischen Mauren (Sarazenen) und Mitgliedern der Familie Oeri in der Ostschweiz gegeben haben soll. Hinweise liegen nicht vor.
Sprechendes Wappen: Viele Familien mit Namen, die etymologisch einen Bezug zu den Farben Schwarz oder Braun, Pech, Kohle etc. haben, haben ebenfalls «Mohren» auf ihren Familienwappen – solch ein Bezug zwischen den Wörtern Öri und mor (mittelhochdeutsch mor = Mauren) ist wohl eher nicht anzunehmen, kann als Beweggrund für die Wahl aber auch nicht ausgeschlossen werden.
Mode: Tatsache ist, dass «der Mohr» als Familienwappen im städtischen Bürgertum des ausgehenden 15. und beginnenden 16. Jh. en vogue war. Wahrscheinlich ist also, dass die Wahl des Familienwappens von Felix und Johannes Oeri schlicht dem damaligen Modegeschmack entsprang.
Weiteres zur Herkunft und Entstehung des Familienwappens
Allgemeines zur Heraldik
Familienwappen waren in der Regel ursprünglich persönliche Zeichen. Erst im Verlauf der Zeit bildeten sich durch Tradition eigentliche Familienwappen heraus, in der Stadt Zürich schon recht früh. Bei alten Wappen ist es oft müßig, nach der Bedeutsamkeit zu fragen. Es ist denkbar, dass die dargestellten Motive frei gewählt wurden, d. h. ein persönliches Zeichen oder ein Familienwappen sind durch einen schöpferischen Akt entstanden. Objekte und Figuren wurden oft aus ästhetischen Gründen gewählt; sie entsprechen meist nicht der Wirklichkeit, sondern werden in der Regel stark stilisiert. Hierbei könnten auch die Moderichtung und gesellschaftliche Aktualität (z. B. Entdeckungsfahrten entlang der westafrikanischen Küste im 15. Jh.) oder die allgemeine Beliebtheit einer Figur eine Rolle mitspielen. Die Farbkombinationen sind technisch bedingt beschränkt. Die meisten Wappen kommen mit den fünf Farben Blau, Rot, Purpur, Schwarz und Grün sowie den beiden Metallen Gold (= Gelb) und Silber aus.
Der «Mohr» in der Heraldik
Eine Figur mit schwarzer Hautfarbe wird in der Heraldik als «Mohr» bezeichnet. Der «Mohr» ist in vielen Wappenschilden und im Oberwappen vertreten, ist in jüngerer Zeit aber wiederholt auch zum Gegenstand politischer Diskussionen geworden.
Denn die Bezeichnung «Mohr» wird heute als rassistisch diskriminierender Ausdruck verstanden. Die Darstellung auf Wappen ist meist sehr stereotypisch: dunkle bis schwarze Haut, dicke Lippen, krauses Haar, oft mit großen Ohrringen oder anderen Attributen «wilder Völker». 1
Dargestellt werden eine menschliche Figur oder Teile davon, besonders der Kopf mit schwarzer (selten auch brauner) Hautfarbe. Es stehen aber in manchen Fällen auch spezifische Sagen, Legenden oder historische Begebenheiten oder Verbindungen zum Namen hinter dem Wappensymbol.
Das Schweizerische Nationalmuseum veröffentlichte im Rahmen seiner Ausstellung «Kolonial – globale Verflechtungen der Schweiz» (2024) ein Glossar, worin zum Wort «Mohr» festgehalten wird:
«Vom 16. bis 18. Jh. festigte sich die Bedeutung des Begriffs im deutschen Sprachraum als eine abwertende Fremdbezeichnung für Menschen aus Mauretanien, aus ganz Afrika oder auch für Musliminnen und Muslime. Im 20. Jh. wurde das M-Wort weitgehend durch das N-Wort verdrängt.» 2
In der italienischen Heraldik trägt der «Mohr» generell ein weißes Band um den Kopf, was auf einen befreiten Sklaven hindeutet; er ist nicht gekrönt, wie es in der germanischen Heraldik der Fall ist. 3
Einordnung der Oeri-Darstellungen
Zusammenfassend lässt sich also sagen: «Der Mohr» ist ein relativ häufiges Wappenbild. Zum einen gibt es eine große Anzahl von Wappen, in denen «der Mohr» auf irgendeine Weise offensichtlich der redenden Umsetzung eines Familiennamens dient. Da «Mohr» respektive das altdeutsche «mor» nicht allzu anders tönen wie «Öri», wäre dies eine mögliche Begründung für die Wahl der dunklen Köpfe im Familienwappen. Eine weitere Gruppe von Mohrenwappen hat Bezüge zum Heiligen Mauritius. Da auf dem Oeri-Wappen jedoch drei Köpfe abgebildet sind, ist es unwahrscheinlich, dass diese drei Köpfe sich auf den Heiligen Mauritius beziehen. Eine große Anzahl von Wappen mit «Mohr» entsprang einer Mode des ausgehenden 15. und beginnenden 16. Jh., insbesondere im Bereich des städtischen Bürger- und Patriziertums. Daneben gibt es aber auch viele Wappen, bei denen zu Recht bezweifelt werden darf, dass tatsächlich ursprünglich eine schwarze Person dargestellt ist. Es handelt sich um nachträglich missverstandene Figuren, die ab einem gewissen Zeitpunkt als «Mohr» gedeutet wurden. 4
Darstellungen auf historischen Oeri-Scheiben
Zu beachten ist in dem Zusammenhang auch, dass die von Anthoni Oeri gestifteten runden Wappenscheiben von 1574 und 1585, die Zunftscheibe der Zimmerleute von 1612 mit Ulrich Öri Zunftpfläger (siehe «Geschichte und Persönlichkeiten der Fam. Oeri von Zürich») sowie die Glasscheibe mit dem Madonnenbild, das Helene Oeri-Simonius zu ihrem 50. Geburtstag 1943 erhielt (siehe «Persönlichkeiten, 3. Generation»), das Oeri-Wappen mit drei (Kinder?-)Köpfen führen, deren Hautfarbe sich nur unwesentlich von der der erwachsenen «weißen» Personen auf derselben Scheibe unterscheidet.
Etymologische Notiz
Das mittelhochdeutsche Wort mör bezeichnete ursprünglich einen Mauren. Diese Herkunftsbezeichnung (Einwohner Mauretaniens) stammt vom griechischen mauros = schwarz/dunkel. Aus der lateinischen Sprache übersetzt bedeutet maurus auch Maure. Zunehmend verschmilzt der Begriff mit dem griechischen Wort moros, der töricht und gottlos bedeutet.
Ab dem 16. Jh. bezeichnete das Wort Mohr im deutschen Sprachbereich einen Menschen mit dunkler Hautfarbe – und nicht mehr einen Bewohner Nordwestafrikas (Mauren). 5
Die Mauren werden auch Sarazenen (Araber, Mohammedaner) genannt. Im 10./11. Jh. sind diese über Italien in die Alpen vorgerückt und stiessen bis ins Wallis und in die Region von Chur vor.
Der Heilige Mauritius
In vielen Fällen war «der Mohr» ein Symbol des Heiligen Mauritius – unter anderem Schutzheiliger des Heeres und der Waffenschmiede –, dessen Patrozinium im Mittelalter viele Kirchen geweiht waren. Zahlreiche Kirchen (u. a. Angers) und Klöster (St. Maurice, Altach, Magdeburg) stehen unter dem Patrozinium des Heiligen Mauritius. Zudem gilt derselbe als Schutzpatron mancher Städte (Coburg, Wiesbaden etc.) sowie vieler Handwerker, welche mit dunklen Farben und Materialien umgehen, also Messer- und Waffenschmiede sowie Färber, Tuchweber, Wäscher.
Mauritius wurde von Anfang an als römischer Offizier dargestellt, seit 1250 (früheste Darstellung in Magdeburg) als dunkelhäutiger Mauretanier. Manchmal wird der Heilige Mauritius aber auch mit heller Hautfarbe dargestellt. In Orts- und Familienwappen wird Mauritius hell- und dunkelhäutig dargestellt. In der Schweiz führen Flumenthal (SO) und Mandach (AG) einen dunkelhäutigen, Alvaneu (GR) und St. Moritz (GR) einen hellhäutigen Mauritius in ihren Ortswappen. Die Erzbischöfe von München-Freising führen einen «gekrönten Mohren» in ihrem Wappen, den Papst Benedikt XVI. in sein neues Papstwappen übernahm.
Fazit
Eine zweifelsfreie Auslegung des Oeri-Wappens ist, wie bei vielen anderen Familienwappen, heute nicht zuverlässig möglich. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Wahl des Wappens dem damaligen Modegeschmack entsprach und aufgrund der Faszination des «Fremden» im Kontext der kolonialistisch geprägten Entdeckungsfahrten entlang der nordwestafrikanischen Küste entstanden ist.
Arche-Noah-Darstellung mit Sintflut und den Wappen von Antony Oeri und Hans Heinrich Spross. Nach Bernard Salomon, 1585. Bemaltes Glas, Ø 38 cm.
- Wikipedia Mohr
- Schweizerisches Landesmuseum, Glossar zur Ausstellung «Kolonial – Globale Verflechtungen der Schweiz», Zürich 2024
- vatican.va
- Welt-der-Wappen.de
- Wikipedia Mohr
- Dr. Emil Usteri, Zürich: «Zur Geschichte der Oeri von Zürich und Basel». Separatdruck aus dem Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 1978, S. 46–118, und 1979, S. 51–86.
- Schweizer Archiv für Heraldik 2007, II, S. 219–225: Sille Sabine, «Wie kam der Mohr in das Wappen von Avenches – was sich heute dazu sagen lässt».Schweizer Archiv für Heraldik 2007, II, S. 219–225: Sille Sabine, «Wie kam der Mohr in das Wappen von Avenches – was sich heute dazu sagen lässt».
- Johann Siebmacher: «Das Wappenbüchlein» (1605) und «New Wappenbuch» (1609), Wikipedia.
- Dr. Gregor Wollensak, c/o Heraldikexperten im Heroldsverein Berlin
- Atelier für Heraldik, R. Kälin, Einsiedeln
- Staatsarchiv des Kantons Zürich (Hans Ulrich Pfister)
- Hans Ulrich Oeri, Verwalter Oeri-Archiv 1995–2009
- Mauritius (Heiliger), Wikipedia, abgerufen am 19.01.2024
- Mauritius in der Heraldik, Wikipedia, abgerufen am 19.01.2024
- Die Mohren in der Schweiz, Heutige Gemeindewappen, Wikipedia, abgerufen am 19.01.2024
- Papstwappen, Wikipedia, abgerufen am 19.01.2024
- «Normen und Regeln der Heraldik», adfontes.uhz.ch, abgerufen am 22.01.2024