Georgine-Oeri
Georgine Oeri
Steckbrief
Kindheit und Jugend
Georgine Oeri (1914–1968) wurde am 10. Juli 1914 in Basel als erstes Kind von Hans Georg und Gertrud Oeri-Sarasin geboren. Nach ihrer Schulzeit in Basel studierte sie Geschichte, Kunstgeschichte und Fremdsprachen in Basel, Florenz, Perugia, München und Paris. Ab 1938 schrieb sie, als eine der ersten Kunst- und Theaterkritikerinnen in der Schweiz, Beiträge für die «Basler Nachrichten», «Weltwoche» u. a. Im Laufe der Jahre erschienen aus ihrer Feder Artikel, Aufsätze und Studien über Paul Klee, Mark Rothko, Léo Maillet, Paul Rand, Franz Kline u. a. Mit manchen Künstlern war sie freundschaftlich verbunden.
Werk
1950 liess sie sich als Korrespondentin der Zeitschrift «Graphis» und verschiedener Schweizer Zeitungen in New York nieder, wo sie 1957 die amerikanische Staatsbürgerschaft erwarb. Von 1952 bis 1957 arbeitete sie am Solomon Guggenheim Museum, zuletzt als Assistentin des Direktors James Johnson Sweeney. Ab 1957 bis zu ihrem Tod lehrte sie Kunstgeschichte und Gestaltungslehre an der renommierten Parsons School of Design in New York. Daneben nahm sie aktiv am New Yorker Kunstleben teil, hielt Vorträge, schrieb Artikel für Kunstzeitschriften und beriet, ab 1959, die Firma Geigy Chemical Corporation (heute Novartis) in Ardsley NY beim Ankauf von Kunstwerken und bei der Organisation von Ausstellungen.
Letzte Jahre
Kurz vor ihrem Tod am 14. Juli 1968 nach langer Krankheit schloss sie die Arbeit an ihrem reich bebilderten Buch «Man and His Images. A Way of Seeing» ab, das posthum bei Viking Press, New York 1968, als ihr Vermächtnis erschien (dt. «Vom Sehen zum Erkennen. Ein Weg zur Kunst», Verlag C. J. Bucher, Luzern und Frankfurt a. M. 1968).