Jakob Walter Oeri-Simonius
Steckbrief
Jugend und Ausbildung
Jakob Walter Oeri-Simonius (1887–1974) war das sechste Kind von Rudolf Daniel und Georgine Oeri-Sarasin, geboren im gleichen Jahr wie sein 11 Monate älterer Bruder Peter Oeri-Füglistaller (1887–1953). Anstatt weiter die Schulbank des Gymnasiums auf Burg zu drücken, entschloss er sich, in der grossväterlichen Fabrik das Metier der Bandfabrikation von der Pique auf zu erlernen. Mehrjährige Aufenthalte in Paris, London und New York erweiterten seine Textilkenntnisse. 1933 übernahm er die alleinige Leitung der Bandfabrik Seiler & Co, die er erst 1963 weitergab.
1907 rückte Jakob W. Oeri-Simonius in die Rekrutenschule ein und wurde im gleichen Jahr jüngster je brevetierter Leutnant der Schweizerischen Armee. Während 34 Jahren führte er ein aktives Kommando verschiedener Basler Einheiten.
Familie
Aus der Verbindung mit Helene Simonius (1893–1980) entsprossen drei Töchter und ein Sohn, sieben Grosskinder und neun Urgrosskinder. Familientreffen bedeuteten dem Ehepaar viel. So luden sie jährlich zum Wimmet in ihren Jakobsberg, einem kleinen Rebberg am Rheinufer beim Grenzacher Hörnli, wo Jakob Oeri-Simonius die Gäste mit Böllerschüssen, gefolgt von herzhaftem Lachen, begrüsste.
Sein Sinn für Humor kommt auch in der Glasscheibe, welche Helene Oeri-Simonius zum 50. Geburtstag erhielt, zum Ausdruck: Helene wird als Madonna dargestellt; ihr Name wird gerahmt von den beiden Familienwappen Oeri und Simonius, unter welchen der Spruch steht: Un jour nous dirons à Saint Pierre Mais il faut prendre la paire, Ouvre-nous vite les cieux; Ou nous refuser tous deux.
